Castell Berges Blog - CastellBerges

Castell Berges Titelgraphik
Direkt zum Seiteninhalt

Billy Six als Beispiel der Verzerrten Öffentlichkeit

CastellBerges
Veröffentlicht von in Politik · 9 März 2019
Tags: billysixvenezuela
Wie die Verzerrte Öffentlichkeit nicht nur bei sovielen anderen Dingen versagt
Voll voll doof!

Es ist nicht so klar, ob Billy Six nicht mehr Aktivist als Journalist ist, weil seine Haltung auf US-Linie ist und er völlig ausblendete, welche Wirkungen Sanktionen im Iran, Irak, Syrien und jetzt in Venezuela hatten und haben.

Drückerorganisationen haben ihre Mitarbeiter geschult mit dem Narrativ "Das Geld der Kunden gehört uns!" und in der Jelzin-Zeit wurde die Wichsvorstellung "Die russischen Rohstoffe gehören den U.S.A.!" ausgelebt und die Beendigung dessen hat zu der US-Eingeschnappheit ähnlich wie vor dem Putsch gegen Mossadegh geführt. Und nach der islamischen Revolution. (Die Haltung zum Schiitismus als Subversion hat der Autor ja schon an anderen Orten ausgeführt.)

Die Agression gegenüber Venezuela ist wohl davon getrieben, das die U.S.A. denken, das ihnen die Rohstoffe Venezuelas gehören.

Richtig doof wird es, wenn sich deutsche Politik und Verwaltung 'einbringt', Deutschlands Regierung Guaidó durch Anerkennung promotet und der deutsche Botschafter in Caracas den faktischen US-Agenten 'Jelzin-Guaidó' am Flughafen begrüsst und daraufhin passend von Maduro mit 'Verpiss Dich' (= persona non grata) belegt wird.
Die deutsche Politik stellt sich damit in den Dienst der US-Konzerne und hat jede Glaubwürdigkeit verloren. Und damit eine Verhandlungsbasis in Bezug auf Billy Six. (Bei Deniz Yüzel hatte man Flüchtlinge.) Aber man könnte wenigstens so tun als ob man etwas täte.

Dies ist umso krasser als Billy Six ja eigentlich den gleichen Geist transportierte wie die Transatlantiker, aber für die falschen, zu rechten Medien.

Der Autor ist sachlich und darum Kranichflug-Nationalsozialist und im Augenblick gibt es keine Alternative zur Alternative für Deutschland, aber man findet dort auch 'Christen-Quark', Sozialbashing und Verengung der Sicht ... so wie man es aus dem Mainstream kennt. Was langweilt.

Auch wenn wohl die Organisation in Venezuela ein Saustall ist und es kaum wohlmeinende Unternehmer gibt (Da erinnert sich der Autor an eine Geschichte aus Peru, wo der Hausherr-Junior mitten in der Nacht nach Hause kam und die Hausangestellte 'springen' musste. Da gibt es kaum einen Unterschied zu Banditen. Und die Leute in der Politik und Verwaltung träumen wohl auch davon, was wenig soziale Effekt haben wird.), so ist das Sozialismus-Bashing grotesk. (Natürlich ist es realistisch, wenn das reale Verhalten der Linken in Deutschland der Massstab ist, die genauso wie Kapitalisten rauben wollen. Und in Bezug auf ideologische 'Vernageltheit' mit Energiewende und Fahrverboten ist Deutschland durch Chavisten wohl kaum zu übertreffen.)

Was soll daran schlecht sein, wenn man die Bodenschätze den Menschen im eigenen Land zu Gute kommen lässt?
Was soll daran schlecht sein, wenn man zur Beziehungspflege Vorzugspreise für die Nachbarländer gewährt? (Russland hat als 'Sugardaddy' in Bezug auf die Ukraine so agiert, doch die 'US-Loverboys' haben die Ukraine in die harte Prostitution mit IWF, Wirtschaftskrise und Krieg verschleppt. Wie in Griechenland ohne Krieg.)
Wenn man die Manipulationen bzw. Angriffe im 'freien' Markt sieht, die z.B. George Soros gegen Thailand und wohl auch gegen das UK durchgeführt hat, dann wird man milder in Bezug auf den 'epic fail' in Venezuela. Man hasst aber Räuber (inkl. kranke deutsche Politiker) noch mehr und liebt noch mehr Nachhaltigkeit und Vitalisierung, d.h. Sozial-Sein. (Das Prinzip ist genauso wie beim Humus- und Bodenfruchtbarkeitsaufbau, bei Fruchtfolge und 'Terra Preta'.)

Natürlich ist Billy Six ein politischer Spielball, aber er wollte es so.

Wäre Maduro souverän, hätte er zu Billy Six gesagt: "Verpiss Dich!" - aber was will man fordern, wenn die Verzerrte Öffentlichkeit in Deutschland ein Tollhaus ist.




Kein Kommentar

Ideen schaffen gebaute und gelebte Realität
Zurück zum Seiteninhalt