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Neues von der Katzenfront: Überforderung und Verwilderung

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Veröffentlicht von in Kultur · 2 Juni 2018
Die Fortsetzung einer Fabel über Katzen, d.h. über Menschen
Wild statt Stubentiger

Die Argumentation von Politikern im Allgemeinen und gerade in Bezug auf die Bundespressekonferenz ähnelt der 'magic bullet' beim Mord an John F. Kennedy. Soviele Windungen, dass keine Serpentinen mithalten können. Oder auch keine Stubenfliege. Oder auch kein Theologen-Astronom, der geozentrische Planetenbahnen konstruieren musste.

Der frühere Stubentiger ist jetzt halbwild. Sein Fell ist in Gefahr zu verfilzen, wie bei den Hunden, wo man nicht weiß, wo vorne und hinten ist.

Völlig ermüdet kehrt der Katzen-Tiger heim und man hat ein Problem: Wie zivilisiert man ein halbes Wildtier, was sich mit allen Pfoten wehrt? Wie macht man 'Schneiden, Waschen und Legen'? Wird wohl ähnlich sein, wie Nägelschneiden beim Kaninchen ...

Wenn man dies moralisch-repressiv ("Klimawandel", "Erbschuld", "Gerechtigkeit" und anderes 'OhwehOhweh') nach Art von Pädagogen und Integrationsexperten macht, pinkelt der Kater nach dem Freiheitserleben in jede sich findende Ecke. Wird depressiv-agressiv.

Wenn man dies nach Art von Pferdeflüsterern macht und den Grundsatz versteht: "Er muss verstehen, wer der Boss ist.", dann besteht die Chance, dass der, im Turbo-Tempo, halbverwilderte Kater die Regeln des Zusammenlebens in einer zivilisierten Umgebung versteht. Und dazu es geniesst, sichere Heimstatt, Fürsorge, Futter und kein verfilztes Fell zu haben. (Dabei hat ein langes Fell natürlich bei Kämpfen Vorteile.)

Er wird vielleicht sogar verstehen, dass ihm hier keine südpfälzische Kuppelshow hilft und ein attraktiver Kater eben Wildheit mit gepflegten Umgangsformen bieten kann. Und gepflegtes Fell.



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