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Schnappatmung bei 'Monitor' vom 28.09.18 zum Erdogan-Besuch

CastellBerges
Veröffentlicht von in Politik · 27 September 2018
Mit den öffentlich-rechtlichen Filterblasen muss man umgehen wie mit übrig gebliebener Luftpolsterfolie: Platzen lassen!
Schadjournalismus pur

Vor wohl 15 - 20 Jahren hat der Autor Erdogan vor Martin Schulz und der 'Möhre vor der Nase des Esels' (= EU-Beitritt-Ätschibätschi ... kann man wohl gut in der SPD) gewarnt, weil zu dieser Zeit der Aufbruch des Kemalisten-Filzes der Türkei eine ökonomische Befreiung beschert hat. (Die 'Schwarztürken' wurden von der Hoffärtigkeit der 'Weißtürken' befreit, so wie es heute in Deutschland notwendig ist ... und was natürlich genauso traurig enden kann wie in der Türkei. Mit 'Gauland-Sachs'. Total restaurativ.)

Die Kemalisten stehen in der Tradition der Jungtürken und damit des europäischen Konzepts des Nationalstaates. Als Kopisten haben die Nationaltürken vom Westen gelernt und wollten Lebensraum schaffen wie die US-Amerikaner beim Indianer-Abschlachten nicht lange vorher.
(Man muss wissen, das Unterdrückung die Natur des 'land of the free' war und ist. Französisch und Deutsch waren in den 1920er Jahren verboten ... bis die 'Verenglischung' vollzogen war. Und Chinese zu sein war natürlich schlimmer. Aber die Franzosen waren im Elsass ähnlich. Die Italiener in Südtirol und im ganzen früheren habsburgischen Territorium. Die Polen, die Deutschland überfallen wollten, gegenüber Deutschen, Litauern und Ukrainern.)
Aber die Vorgeschichte war die Vorbereitung des Krieges gegen Deutschland und das osmanische Reich mit weitreichenden Fluchtbewegungen infolge der Angriffe durch die Briten und Frankreich (Man denke an den Film 'Lawrence of Arabia'). Durch den religiösen Unterschied und unterschiedliche Prosperität waren die Armenier natürlich perfekte Schuldige (wie bei Judenverfolgung im Mittelalter, die man auch als Schuldenschnitt sehen kann) und Kurden Komplizen, zumal das Russische Reich zu den Leichenfledderern des Osmanischen Reiches gehörte (Was auch die möglichen Verschwörungstheorien bei den Jungtürken erklärt. Für Indizien hat der Autor zu wenig Informationen).
Die Verfolgung der Armenier war Wehrkraftzersetzung wie die Verfolgung der deutschen Juden, weil sie die Stärke gegen Briten, Russen etc. vernichtete. Die Definition als Völkermord ist eine Frage für Idioten, weil die Leute sind tot. Auf welche Weise auch immer. (Warum gibt es keine ISO-Normen für Tötungsarten? Dann würde man wissen, ob es besser ist durch Bombe, Giftgas, Schusswaffe, Messer oder öffentliche Dummheit zu sterben.) Wie üblich aus strategischen und politischen Gründen.

Da Islam für Nicht-Araber zuerst eine Krankheit ist, hat der Autor für den 'Raki-Islam' Sympathie, während der Versuch von Erdogan durch Hard-Core-Islam die arabische Welt wieder in eine osmanisch-dominierte Welt zu holen, nur 'unterirdisch' ist. Die Natur des Türkentums ist Opportunismus und sie haben sich angepasst, 'wo der Hammer hängt': Islam und später Europa (Natürlich ist die kulturelle Nähe, die finno-uigurische Sprache näher an Europa. Darum hätte man aber zur Heilung der Türkei der DITIB auf die Finger schauen müssen - Verfassungsschutz-Versagen!). Neben dem polnischen König und dem 'Jahrhundert der Frauen' war es wohl die Bürokratie, die historisch den Zerfall des osmanischen Reiches auslöste. Türken brauchen den 'Hammer der starken Kultur', während die deutsche Politik in Kulturzerfall verliebt ist.

Auch wenn man den mutmaßlichen US-Putsch (wohl über die Gülen-Organisation) und US-Aufhetzung in Kurdistan (Der Autor hat schon vor 20 Jahren ein Entwicklungskonzept 'Blühendes Kurdistan' formuliert.) diagnostiziert (und damit die Bedrohung durch Bündnispartner), dann ist Erdogan ungefähr so dumm wie die deutsche Elite unter Wilhelm II, die den Briten in die Falle gegangen sind ... wie Napoleon III. es bei Bismarck gemacht hat.
(Der frühere ukrainische Präsident Janukowitsch war ein Staatsfeind der Ukraine, weil er nicht den US-Botschafter und seine Milizen 2013 zusammenschiessen ließ und nicht, wie jetzt, im Hambacher Forst oder früher unter Mappus den Maidan hat 'robust' räumen lassen. Das Korruptions-Bekämpfungsziel des Maidan wurde unter Poroshenko ähnlich erfolgreich umgesetzt wie ein erinnerliches Zitat zum Konzil von Konstanz verdeutlicht: "Vorher hatte Konstanz 7 Bordelle und heute nur noch eins. Vom Westtor bis zum Osttor."  Heute spielt auch noch der IWF mit.
In Deutschland hat man im Namen von Prostituierten-Rechten das Zentralbordell der EU geschaffen. Durch Frauenrechtler oder bzw. und Grüne?
In der Politik werden Erfolge wie Orgasmen vorgespielt. Wenigstens so eine Art "Harry and Sally". Vielleicht sollte man den Bundestag in Bundesbordell umbenennen.

Die Ausblendung der Gründe findet man auch bei den 'armen Flüchtlingen' aus Syrien, wo die Gründe ja in der Machtpolitik liegen und es keinen Bürgerkrieg in Syrien gibt. Natürlich hat der Mittelschicht-Aufbau, die Islamheilung, in Syrien denkende und kritisierende Menschen gezüchtet. Zivilisationsaufbau by Assad. Vater und Sohn. Hätten sie sich ein Vorbild an Nordkorea genommen, wäre es vielleicht sicherer, wobei allein die Lage Syriens oder Deutschlands Konflikte begründet, während Nordkorea wohl hauptsächlich dazu dient China zu ärgern.
Katar hat sich 'pars pro toto' zum Überfall auf Syrien bekannt. Für die U.S.A. und Saudi-Arabien geht es natürlich nur um Demokratie, wie man an Saudi-Arabien sieht. Oder bei dem Überfall auf Jemen.

Mit klar denkenden Nachbarlandsregierungen und Flüchtlingshelfern ... und Selbsthilfe ... könnte man die Lebensbedingungen so 'gut' machen mit Schlamm, weil man jeden Tag aus einem Zelt ein Haus machen könnte ... aber es gibt nur Tränendrüse und Spielchen. Zumal der Grossteil von Syrien ja wieder befreit ist und es normalen Menschen dort besser gehen würde. (Was für die Welt keine gute Nachricht ist, weil die US-Marodeure aus Tschetchenen, Nordwest-China etc. jetzt freigesetzt werden ... vielleicht nach Myanmar gegen die chinesische Ölpipeline ... nach Deutschland als Teil der Kriegsallianz ... oder mal wieder auf den Balkan in der Tradition von Osama Bin Laden ... oder nach Tschetchenien, wo augenscheinlich die U.S.A ein zweites Afghanistan installieren wollten ... Wohin?)

Dann geht es in der Monitorsendung auch noch um die Schlepper-NGOs. Der Autor hat kein Mitleid mit Leuten, die mit Badeschlappen auf den Mount Everest steigen und dabei umkommen. Das Seerecht wurde dafür geschaffen, dass man Menschen rettet, die trotz der erforderlichen Sorgfalt in Seenot geraten und nicht für die, die es, wie Steueranwälte, zum eigenen Vorteil zu pervertieren versuchen.

Dann wird noch das böse Libyen als Grund für Nicht-Rückführung angeführt und nicht erwähnt, das Libyen vorher das Norwegen Afrikas war. Vor dem Überfall durch die U.S.A., Frankreich und wohl auch durch Großbritannien. Die Gründe sollen wohl das Öl, die Konkurrenz zum CFA-Franc, die Goldreserven ... und möglicherweise auch das Sponsoring von Sarkozy im Wahlkampf gewesen sein.
Einfach gesagt: Man überfällt ein Land und dann ist Unsicherheit dort der Grund, warum man Invasoren nach Europa bringen muss.

Über die Mineralisierung kann man augenscheinlich Nahrungspflanzen geographisch zuordnen und es sollte möglich sein, Menschen ohne Pass genauso zuzuordnen.
Aber gäbe es den politischen Willen, würde man Trainingslager für Invasoren auf Réunion, in Französisch-Guyana, den Antillen oder auf leeren griechischen Inseln etc. installieren.

Das Erpressungspotential durch Erdogan wurzelt nur in den Verdeckungstaten der Syrien-Agressoren, d.h. den U.S.A., den Golfstaaten und in der EU besonders von Deutschland, wo ja die 'Nach-Assad-Ordnung' beschworen wurde. Oder heißt es: "verschworen wurde"?
(Deutschland ist natürlich in den Überfall aus Syrien involviert. Durch die Luftaufklärung. Aber die Bundeskriegsministerin ist nach einem möglichen Tonkin-Überfall, nach Giftgas-Fetisch, wild darauf auch zu bomben. Es ist doch logisch, dass man nach dem Tod von 100 Syrern zur Rettung 1000 Syrer töten muss. Und mit den wohl 100 Millionen, die die US-Raketen gekostet haben bei der letzten Vergeltung könnte man wohl 100.000 Menschen retten.)

Die Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei leben im Schlamm von Camps, während man mit einem Bruchteil der Kosten in Deutschland man im befreiten Syrien davon ganze Städte bauen könnte.

Menschenfeindlichkeit nennt man also heute Journalismus. Oder Politik.




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