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AfD-Staufenberg-Debatte zeigt die Inferiorität aller Beteiligten

CastellBerges
Veröffentlicht von in Politik · 3 August 2018
Über den Verlust von Diskursfähigkeit in der Verfassten Öffentlichkeit
Gelobt sei, was konform macht?

Die Motivation von Lars Steinke ist natürlich aus der Ferne schwer zu bewerten, aber deutlich wird im Satz ja die Heraushebung des Zeitpunkts, d.h. hätte Staufenberg 1939 Hitler die Bombe serviert, wäre er für Steinke ein Held gewesen.

Jetzt hat das AfD-Establishment 'Muffensausen' in die rechtsradikale Ecke gedrängt zu werden und niemand interessieren die Realitäten:
  • Der wirtschaftliche Erfolg des II. Reiches nach der Befreiung von Elsass-Lothringen 1870/71 war eine Konkurrenz für Großbritannien.
  • Wilhelm II. hat die Flottenpolitik der Paulskirche 1848 umgesetzt. Adelig-selbstverliebt. Aber wahrscheinlich auch überfordert von der Rolle des Erdöls auch für den Krieg, die erst Ende des 19. Jahrhunderts bewußt wurde. Und damit der Verteidigungsfähigkeit der Rohstofflieferrouten gegen die übermächtigen Briten. (Da gilt vielleicht auch einfach: Mit Familie ist es wie mit Schuhen. Je enger, desto schmerzhafter. Britisches Königshaus und Deutsches Kaiserhaus wie eifersüchtige Kinder?)
  • Der I. Weltkrieg war britische Planung als Paket mit der Zerschlagung des Osmanischen Reiches und Zugriff auf die Ölförderregionen.
  • Die Naivität und der Glaube an Wilsons Worte hat den Versailler Frieden 'erleichtert'.
  • Hitlers 'Farbenrevolution' war von Transatlantikern und Leuten wie Henry Ford gefördert. Ohne Wallstreet, Hollywood, Bernays und Frauenwahlrecht hätte es das III. Reich wohl nicht gegeben.
  • Der 'Überfall auf Polen' war weniger Überfall als auf Jugoslawien im Augenblick der Schwäche der Sowjetunion, das ohne Schutz war, weil Polen ein, von den Briten motivierter, Agressor war. Die Einnahme der Westernplatte in Danzig war eine billige Kopie der bekannten 'Verteidigungsfälle' ... wie letztlich in Libyen, wo man Libyen durch Verwüstung 'gerettet' hat.
  • Ohne den 'Überfall auf die Sowjetunion', d.h. ohne kaspisches Öl als Hoffnung, hätte man sofort kapitulieren können ... und leider war das Unternehmen Barbarossa wohl vom BAMF und einer Art von Leuten geplant, die auch heute Politik und Verwaltung verschandeln. Das deutsche Establishment und die meisten Bürger fanden Hitler gut bis 1942, bis es keine Beute, kein Weißbrot (figurativ) mehr gab.
  • Ab 1942 überlegten die 'Ratten', wie sie das sinkende Schiff verlassen könnten und dem Untergang entgehen könnten.
  • Trotz der charaktlichen Fragwürdigkeit und der Machtlust der Kriegsgegner hätte die Ermordung Hitlers als Demutsgeste in Verbindung mit 'Mein Name ist Hase' wohl eher ein Vorteil für Deutschland sein können, weil man es wie schon bei Napoleon oder nach den allierten Invasionsversuchen (ohne Deutsche ... die Rolle bei der Ukrainegründung geht zu weit) nach dem Ende des I. Weltkrieges gegen die Sowjetunion (d.h. das Zarenreich) hätte einsetzen können.
  • Die mißglückten Attentate auf Hitler waren bei nahestehenden (oder nahekommenden) Personen entweder in Dummheit oder Subalternität/Treueschwur/Nibelungentreue oder Feigheit begründet ... dieselbe Beißhemmung wie gegenüber Merkel, wo nur 'Hundekacke-Bomben' geworfen werden, aber niemand den Mut hat, die Iden des März neu zu inszenieren. Eine magische Erklärung wäre ein gesellschaftliches Todesurteil, zumal augenscheinlich Fidel Castro der Weltmeister im Attentatsüberleben war.
  • Die Inszenierung von Stauffenberg als Held ist eine Verdeckungstat der heutigen feigen Eliten, die sich in ihm wiedererkennen und sich selbst feiern wollen.

Die AfD-Speichellecker auf dem Weg ins Establishment dämonisieren Lars Steinke, der dafür aber auch die Munition liefert:
Wer mit so einer Frisur und so einem Hemd auf einer IB-Veranstaltung seine Fratze in die Kamera hält, der darf sich nicht wundern wie Willkommenisten für inferior gehalten zu werden.




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